Dosenbier
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Erfindung von Dosenbier
Categories: Geschichte

BierMehr als 100 Jahre nach der Erfindung der Weißblechdose in England im Jahr 1810 trat das Dosenbier seinen unaufhaltsamen Siegeszug um die Welt an. Heutzutage sind beinahe sämtliche Biersorten in Blech- oder Aluminiumdosen erhältlich.

Metallgeschmack und Prohibitionsverbot verhinderten zunächst die Einführung

Der Brite Durand produzierte 1810 als Erster Weißblechdosen, die 1837 nach der Erfindung der Lithografie zusehends an Bedeutung gewannen, da das Flachdruckverfahren das Aufdrucken von Etiketten ermöglichte. Beinahe 100 Jahre später ersann der US-Amerikaner George Newman, seines Zeichens technischer Manager bei der Brauerei “Gottfried Krueger Brewing Company”, das Dosenbier. Bereits zuvor hatten zwei andere Brauereien Versuche mit Dosenbier angestellt und verschiedene Biersorten in Blechdosen eingefüllt. Die Experimente waren allerdings sowohl wegen des Metallgeschmacks als auch wegen des von 1920 bis 1933 in den USA geltenden Alkoholverbotes im Sande verlaufen.

1933 wurde die ersten Biersorten in Dosen auf den Markt gebracht

Nach der Aufhebung des Prohibitionsverbot im Jahr 1933 kaufte die Krueger Brauerei 2.000 Blechdosen, die aufgrund einer speziellen Innenbeschichtung keinen Metallgeschmack an das Getränk abgeben. Das Krueger Special Beer mit 3,2 % Alkoholgehalt wurde auf den Markt eingeführt. Nachdem die ersten Dosen verkauft wurden füllte das Unternehmen weitere Biersorten in Dosen ab. Bei den Behältern handelte es sich damals um gewöhnliche Konserven, von Dosenpfand war noch keine Rede. Die Testverkäufe überzeugten die Konsumenten in den Dreißigern dennoch. 1935 wurde das Dosenbier in den Vereinigten Staaten von Amerika landesweit eingeführt.

Stay-On-Lift-Tap und Dosenpfand eingeführt

Während man in die Dosen der Firma Krueger noch Löcher eindrücken musste, entwickelte der zur damaligen Zeit größte Biererzeuger Schlitz eine flaschenförmige Dose mit Kronkorken. Diese Dosenvariante gab es noch bis in die 1960er Jahre. Aufgrund der Metallknappheit während des 2. Weltkrieges wurde die Produktion von Dosenbier in den Vierzigern weitgehend eingestellt und erst nach dem Krieg wieder aufgenommen. Schmalbach-Lubeca stellte 1951 das erste Dosenbier in Deutschland nach dem Krieg her, ab 1959 begannen einige Firmen verschiedene Biersorten auch in Aluminiumbehältern abzufüllen. 1971 meldete der US-Amerikaner Ermal C. Fraze seine Idee, eine Abrisslasche an den Deckel zu integrieren zum Patent an, heute ist der Stay-On-Lift-Tap üblich. Da mit der Zeit fast alle Biersorten in Dosen abgefüllt wurden, ersetzte das Dosenbier zusehends das Flaschenbier. Aus ökologischen Gründen wurde daher der Dosenpfand eingeführt. Allerdings muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, da sich viele weigern, Dosenpfand zu bezahlen und statt dessen insbesondere in den Grenzregionen in die Nachbarländer ausweichen, wo kein Dosenpfand zu leisten ist.

Grafik: Luis Monteiro – FotoliaSimilar Posts:

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