Dosenbier
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Der Punk und sein Dosenbier
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BierSeit ihrer Entstehung wurde die Punkbewegung schon mehrfach für tot erklärt Ebenso oft wurde ihre Wiederauferstehung gefeiert. Lebensanschauung, Revolution oder nur Dosenbier, Unordnung und laute Musik: Was genau Punk ausmacht, konnten weder Szeneangehörige noch Soziologen je exakt auf den Punkt bringen.

Punk und die Biersorten

Punk begann im London der Siebziger Jahre. Was als Mode- und Musiktrend anfing, wurde bald zu einer Bewegung, deren Erkennungszeichen zum festen Großstadtbild gehörten. Mit Bierdose in der Hand, Sicherheitsnadel im Ohr, Ratte auf der Schulter und bunter Irokesenfrisur auf dem Kopf: So stellt man sich auch in Zeiten von Pfanddose und PET-Flasche den typischen Punk vor.
Tatsächlich waren vor allem zwei Biersorten bei deutschen Punks besonders beliebt: Karlsquell, das billige Dosenbier von Aldi, und Hansa-Pils, das ein wenig teurer war.  Besondere Punk Biersorten wie Pogorausch wurden ebenfalls erfunden, aber nicht viele haben sich langfristig durchgesetzt.
Seit es das Dosenpfand gibt, gibt es viele Biersorten gar nicht mehr als Dosenbier zu kaufen. Also muss der moderne Punk mit der Glas- oder Plastikflasche vorliebnehmen, wobei Glas am billigsten ist, denn das Dosenpfand beträgt mit 25 Cent mehr als das Dreifache.

Lieder über Biersorten

Die Biersorte Karlsquell wurde von der deutschen Punkband Slime in einem Lied besungen und unsterblich gemacht. Die Vorgängerband der Toten Hosen, ZK, dichtete 1982: Dosenbier – wollen wir und landete damit sogar einen Hit in der Szene.
Dass Dosenbier schlau macht, erklärten die Musiker von Illegal im Jahr 2001, zwei Jahre vor der Einführung vom Dosenpfand, das diesen Bildungsweg für spätere Generationen weniger erschwinglich und aufwändiger machen sollte.

Das Dosenpfand kann nichts dafür

Das erste Dosenbier musste noch angestochen werden. Später gab es diese Ringe, die man abriss und wegwarf und an denen man sich leicht verletzen konnte. Wo man sich mit Getränkedosen versammelte, lagen später die abgerissenen Ringe herum.
Die Verbesserung der Verschlüsse und das Pfand sind gut für die Umwelt und darum gut für alle. Die Energiewende und der neue Trend zur Ökologischen Nachhaltigkeit sind keine Modeerscheinungen, sondern notwendig für Klima und Ressourcenschonung.
Aber nicht nur wegen der 25 Cent pro Dose, die man heute allein für das Dosenpfand berappen muss, hat Dosenbier für die Punkszene heute seine Bedeutung verloren.
Dosen aus PET, Dosen, die man nicht zusammenknüllen darf, damit der Automat das Dosenpfand erkennt: Das verträgt sich einfach nicht mit dem Image der Punkbewegung, und wenigstens darüber sind sich alle einig.

Foto: Okea – FotoliaSimilar Posts:

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